Pro-Investor-Diskussion: DAX Einbruch am Freitag - Wie geht es weiter?

Sehr geehrter Leser,

die Erwartung am Freitag war, bei einem fallenden Trend die Marke von  10.060/10.100 Punkten zu sehen. Nach dem Verfall ab einem Tageshoch von  10.282 Punkten brach der DAX auf ein Tagestief von 10.040 Punkten ein.

Nach einem starken Kursverfall sollten „scheinbar sichere technische Brüche“ (in diesem Fall unter 10.060) immer mit Vorsicht wahrgenommen werden. Der Markt war zu diesem Zeitpunkt ausverkauft.

Der DAX schloss bei 10.103 Punkten. Unsere Z5-Short-Position wurde gemäß dem Setup bei 10.100 Punkten mit einem Gewinn von +162 Punkten verkauft.

Pro-Investor-Diskussion

Die Gründe für den Kursverfall waren die schwachen Arbeitsmarktdaten am Freitag. Damit wurde in den meisten Kommentaren von einem wahrscheinlichen Rückzug der FED in der Frage um eine Zinserhöhung gesprochen.

Die Interpretation des Marktes kann vielfältig sein:

  • Keine Zinserhöhung wird positiv gesehen
  • Zinserhöhung ist positiv, da die USA aus der Krise zu Normalzinsen zurückkommt
  • Die Wirtschaft  fällt wieder zurück
  • Die Wirtschaft ist für einige  Marktteilnehmer weniger stark als die FED behauptet. Meine Interpretation des Datenkranzes ist ebenso als moderat zu bezeichnen. Eine Zinserhöhung wäre nach meiner Einschätzung nicht notwendig, es sei denn die FED behauptet, dass die Finanzmarktkrise überwunden sei.

Z5 Modell BannerGenerell interessiert es mich, warum viele Kommentare aufgrund einer Wirtschaftszahl die Zinserhöhung in Frage stellen, wenn Sie scheinbar so sicher waren. Dies zeigt, dass hier wesentlich mehr Unsicherheit bei der Beurteilung der US-Wirtschaft drinsteckt, als an der Oberfläche erzählt wird.

Dass die US-Aktienmärkte inflationsbereinigt und Proforma Gewinnen nicht billig sind (das sogenannte Shiller-KGV), ist bekannt. Eine erneute Verschlechterung der Konjunktur kann daher stark wirken. Hier trifft eine Meldung auf fruchtbaren Boden.

Statistisch begrenzt ein hohes Shiller-KGV das Kurspotenzial deutlich. Nach aktuellem Stand des KGV‘s von über 24 befinden wir uns seit 1926 gerechnet, an einem historisch hohen Bewertungsniveau.

Damit kommt unweigerlich die Frage auf, ob die 10.060/10.100 nun in Gefahr ist. Wie üblich gehe ich dazu über in die kurzfristigen Regionen der Eintritts-Wahrscheinlichkeiten zu suchen – zum X5-Modell und den kurzfristigen Modellen des 11-Modelle-Systems.

Der Güterzug DAX ist noch im Rollen
Die Anstiegswahrscheinlichkeit stieg von 27 % am Donnerstag auf 36 % am Freitag. Dies ist nicht besonders hoch. Daher ist der Güterzug DAX noch im Rollen. Für das X5-Modell bedeutet dies mehr einen Tradingansatz.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die wichtigen kurz- und mittelfristigen Marken brechen, bleibt vor allem am Montag intakt. Ich diesem Falle ist weder eine massive Abwärtsbewegung noch ein Reversal mit hoher Wahrscheinlichkeit zu prognostizieren.

Sollte sich dagegen eine Stabilisierung ergeben, dann wird es einen harten Kampf um die Zone von 10.060/10.100 Punkten kommen.

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