Italien ist wie Griechenland – nur viel schlimmer

Die EU befindet sich in ihrer größten Existenzkrise seit sechs Jahrzehnten. Die negativen Nachrichten vom europäischen Bankensektor in der letzten Zeit könnten durch schon bald kommende Aktionen der EZB kompensiert werden. Schon werden wieder Stimmen laut nach denen der Steuerzahler die Banken sanieren sollen. Der Chef der Deutschen Bank Folkerts-Landau meinte, man werde nicht umhin kommen, ein größeres Programm zur Rekapitalisierung der Banken aufzulegen. (Quelle FAZ; Link hier)

Auch die Börsen reagieren so, als wenn Gegenmaßnahmen unmittelbar bevorstünden.

Im täglichen Bericht des Zyklus-Modells (DAX-System für Berufstätige) verweise ich derzeit stark eine potenzielle Krise. Die Entwicklungen sind akut und sollten mehr als üblich beachtet werden.

"...Nach den zahllosen und undurchsichtigen Hilfs-Programmen fragt sich indes wie diese Krise beseitigt werden kann. Selbst die massive Euro-Abwertung hat zu keiner breiten Konjunkturerholung geführt.  Es ist ein Spiel auf Zeit und ohne wirkliche Veränderungen ist kein Land in Sicht. Entscheidend für mich ist eindeutig die Währung, da es für die strukturschwachen Länder nicht die Möglichkeit einer Abwertung gibt. Die Abstände der Krisen werden immer kürzer. Deutschland hat den Vorteil hoher Einkommen, ist aber auf der Vermögensseite deutlich schwächer aufgestellt als die Südländer. In Italien, Spanien oder auch Griechenland besitzen viele Immobilieneigentum, während in Deutschland dies eine unterentwickelte Zone darstellt..."

Wann und wie diese Probleme alle wirken ist nicht mit absoluter Sicherheit zu sagen. Strukturelle Krisen sind oftmals ein großer Zeitfaktor bis sie zu wirken anfangen. Daher setzte ich bewusst auf meine Modelle. Diese haben schon seit Freitag - beim kurzfristigen X5-Modell (Day-Trading Modell) - und auch ab Montag beim Z5-Modell zu einem positiven Ausblick geführt. Das K5-Modell ist meinungsfrei und damit auch auf der Longseite.

Interessant ist der "Welt" Bericht auch deshalb, weil gerade die "Welt" davon spricht, dass der IWF mit einem dramatischen Report (hier Link "Italien ist wie Griechenland - nur schlimmer), wohl die Wähler davon abhalten sollte, gegen den Austritt zu stimmen. Denn die meisten Politiker und Zeitungen (u.a. die Welt) - auch hier in Deutschland - haben das Referendum instrumentalisiert.

Umbrüche in "gewachsenen" Strukturen gehen in der Regel mit wirtschaftlichen Schwächephasen einher. Langfristig kann sich die britische Wirtschaft allerdings meiner Meinung nach in einem weniger regulierten Umfeld als in der EU besser entfalten. Mit dem Austritt aus der EU wird der Zugang zum EU Binnenmarkt mit diversen Abkommen möglich bzw. entscheidend. Aber die EU kann sich kaum eine dekonstruktive Art erlauben, wenngleich Sie dies möglicherweise gern tun würde - allein schon zur Abschreckung.

Vielmehr geht es für Britannien darum ein Modell a la Schweiz oder Norwegen aufzubauen.

 

Die Börsen sind schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen.

Am Dienstag steigt der DAX zum dritten Mal in Folge an. Meine Marktstrukturanalyse, welche einen mittelfristigen Zeithorizont verkörpert, signalisiert ein attraktives Chance-Risikoniveau.

 

 

 

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