Sind die Aktienmärkte am Hoch? Teil 1.

Liebe Leser,

Ich habe meine Kursziele für den DAX massiv erhöht. Als der DAX unterhalb von 10.000 Punkten war, lautete mein Ziel 13.500 Punkte. Als im September letzten Jahres  die Notenbanken die Geldschleusen öffneten, erhöhte ich im Laufe des letzten Quartals mein Kursziel auf 15.000 Punkte.

Ist das ein Hype oder kann ich mein Kursziel noch erweitern. Glücklicherweise können Sie meine Perspektiven aufgrund ganz anderer  Researchmethoden einem höheren Vertrauenswert zuordnen als viele der Prognosen, die dies aus der technischen Analyse generieren.

Ich bin langjähriger Fondsmanager und Analyst. Meine Karriere begann ich als Analyst 1992 und 1994 managte ich erstmalig einen Publikumsfonds. Damals war ich für einen der schlechtesten Märkte verantwortlich: Japan. Sie können sich vorstellen, dass hier Qualitätsresearch notwendig war. Sogar Kreditanalysen-Modelle erstellte ich, um die Qualität von Unternehmen zu bestimmen.

Ich erledigte das sehr pragmatisch. Ein Konstrukt aus Unternehmensdaten und bereits bestehenden Modellen (z.B. Altman-Z-Score) sowie einem Touch Momentum. Die Daten werden später geliefert und daher gab es einen Entlastungs-Score, wenn sich die Aktie in einer starken Verfassung befand. Oder bei Unternehmen mit einer hohen Ölabhängigkeit wurde der Entlastungs-Score ebenfalls angewandt, wenn das Unternehmen von der jeweiligen Ölrichtung profitierte. Und soweiter und so fort.

Haben Sie solche Vorgehensweisen schon gesehen. So gehe ich bei all meinen Produkten vor. Analytisch, Modelle und Know-how mit mehr als 36 Jahre Börsenerfahrung. Mehr Infos zu den Prognosen.

Ich komme nun auf meine Ausgangsfrage zurück. Sind die Märkte überzogen?

Jeder mögliche Baisse-Ansatz könnte der Beginn einer starken Abwärtsbewegung sein - theoretisch. Aber es wird wohl eher eine Nachkaufgelegenheit sein, da die Börse fest in der Hand der Notenbanken sind. Stimmt doch...oder?

Ich denke für einen kurzen Moment nach, was diese Aussage bedeuten könnte!!! Nur noch steigende Kurse bis in die Ewigkeit? Die Kommentare in den USA zeigen dort, dass mit einem Höhepunkt von Corona gerechnet wird. Das ist eine Entlastung, die vielleicht eingepreist ist.

Ich denke aber, dass die FED und andere Notenbanken sowie die Regierungen, die entscheidenden Akteure des Bullen-Ansatz sind. Denn viel Geld, ja Luftgeld wird benötigt um die Transformation zur "Vierten Industriellen Revolution" umzusetzen, die das Weltwirtschaftsforum im Jahr 2016 auf der Agenda hatte und jetzt mit der C-Krise schnell erledigt wird.

Eine Transformatiosphase hin zur Technologie, die die bestehende Welt disruptiv verändert und verdrängt, wobei beispielsweise Homeoffice über Kontakt steht, ist in der Entwicklung der nächsten Jahre zu erwarten. Diese Transformation wird in den "falschen" Industrien viele Arbeitslose erzeugen. Es gibt sehr viele Nachteile, aber auch Vorteile. Ein Vorteil ist die wachsende Produktivität der "Neuen Industrie" auf die Gesamtwirtschaft. Jede Transformation benötigt viel Geld und wenn es das Luftgeld von Notenbanken ist.

Das sagt viel über den NASDAQ und seinen Hochständen aus. Sind Technologieaktien tatsächlich in einem Bubble? Ist gibt eine historische Bewertung, die möglicherweise bei einer Transformation dieser Art und Weise entweder keine Anwendung findet oder temporär außer Kraft gesetzt wird. Die historische Bewertung ist derzeit nicht gerade attraktiv, aber auch nicht schrecklich negativ.

Ein anderer Ansatz ist die Anzahl der neu an die Börse gehenden Unternehmen. Nein, es ist kein Vergleich zum IT-Bubble im Jahr 2000, die IPO-Pipeline sieht aktuell sehr gering aus.

Eine Korrelation von Markthochständen oder gar Blasen im Verhältnis zum Angebot neuer IPO's ist vorhanden. Schon 1991 (bis zum IT-Bubble 2000) lag die Anzahl und das Volumen der IPO's deutlich höher als jetzt. Hier gibt es überhaupt kein Anzeichen von einer Überhitzung.

Es gibt noch einen wichtigen Unterschied. Früher wurden Start-Ups an die Börse gebracht und heute gibt es eine Tendenz fertige Unternehmen als IPO zu platzieren. Die Kapitalgeber sehen also keine Blase und investieren sogar noch mehr Geld, um Unternehmen zu unterstützen, um damit gestandene IPOs an die Märkte zu bringen. Sollten wir in einen IPO Rausch kommen, dann vielleicht in 2-3 Jahren, dann wäre das der Zeitpunkt über einen Bubble nachzudenken.

Die öffentlichen Institutionen (IWF, BIZ, UN, Weltgesundheitsorganisation etc.), das Weltwirtschaftsforum sowie die Notenbanken und Regierungen sprechen miteinander und werden den Weg der Transformation weiterführen.

Das dürfte weiterhin eine hohe Liquidität bedeuten bis die "Neue Welt" implementiert ist. Wer nicht mit der Zeit geht, wird wahrscheinlich aufgefangen mittels eines Grundeinkommens, dass nicht mehr als ein besseres Hartz4 darstellen wird. Junge Leser sollten sich hierzu mehr Gedanken machen. Die genannten Parteien handeln nicht autark, sie haben eine Vorstellung, wie die Welt aussehen soll und arbeiten gemeinsam daran.

Zwischen-Fazit: Die Änderung der Welt benötigt massive Liquidität, die auch den Börsen zugute kommen. Zumindest in den nächsten Jahren. Zwischenzeitliche Korrekturen sollten tendenziell eine Kaufgelegenheit darstellen, aber die Konsolidierungsgröße bleibt ein zentraler Faktor über Erfolg und Mißerfolg. Verluste über 20 % können relativ schnell erreicht werden und damit zu einem psychologischen Verkauf zwingen.

Teil 2 meiner Analyse wird in der nächsten Woche besprochen. Und hier werden sie überraschende Grafiken sehen. Schauen Sie daher auf die Startseite meiner Homepage unter "Fondsmanager Kolumne" nach. Oder melden Sie sich zum Newsletter an, um keine wichtige Nachricht zu verpassen.

 

 

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